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Sorède Schildkrötenpark im Vallée des Tortues im Languedoc-Roussillon, Département Pyrenées-Orientales
Parcours Géologique Montbolo

Die Klosteranlage Fontfroide im südfranzösischen Departement Aude liegt nur wenige Kilometer von der Stadt Narbonne entfernt. Der Name Fontfroide bezieht sich von eine "kalten Quelle", an der im Jahr 1093 der Bau der Anlage begonnen wurde. In die Region an den Ausläufern der Corbières, einem grossen Bergmassiv,  gelangt man per Auto über die Autobahn A 9 ( la Languedocienne ), oder über die Autobahn A 61 ( l'Autoroute des deux mers ). Die Anfahrtswege nach Fontfroide sind gekennzeichnet. Orte in der Umgebung sind unter anderem Lézignan-Corbières (N113) oder Bizanet (D613).

Das Kloster gewann bereits kurz nach seiner Entstehung sehr rasch an Bedeutung. Die Klosterkirche entstand Mitte des 12. Jahrhunderts. Ein von Spitzbogen getragenes Tonnengewölbe dominiert mit bis zu 20 m Höhe den Komplex. Ebenfalls aus dem 12. Jh stammt der spätromanisch-frühgotische Kreuzgang und der romanische Kapitelsaal.
Fontfroide im historischen Katharerland war ein bedeutender Ort zeitgenössischer Religionsentwicklungen. Initiator für den Albigenserkreuzzug von 1209 bis 1229 war Papst Innozenz III , der einen Kreuzzug gegen die Katharer in Okzitanien führte.
Er markiert den beginnenden Untergang der Katharer und führte politisch zur Eingliederung der Gebiete in der historischen Provinz Okzitanien unter die Herrschaft der französischen Krone. In der Vielzahl von Kriegen gegen die Katharer und andere Abtrünnige galt der Krieg gegen die Albigenser offiziell als Kreuzzug.
Nach dem Friedenschluss wurde die Bautätigkeit am Kloster Fontfroide fortgesetzt, der Kreuzgang wurde aufgestockt und erhielt ein Gewölbe.
Mitte des 13. Jahrhunderts wurden im Kloster weitreichende Umbauten und Sanierungen durchgeführt. 1348 gelangt die Pest auch zum Koster Frontfroide und kostete die Gemeinschaft etwa 3/4 seiner Bewohner.

Im 17. und 18. Jh. erfolgten weitere bauliche Veränderungen an den Gebäuden. Aus dem Schlafsaal wurde der Gästetrakt, die Wohnräume des Abtes nebst einer Orangerie wurden dem inneren Hof angegliedert, es entstanden die Terrassengärten, und so erlangte das Anwesen einen hohen Grad an Unabhängigkeit, ganz im Sinne der zeitgemässen Vorgaben für den Klosterbau.
Die letzten Mönche dieser Epoche verliessen Fontfroide 1791.


Durch die Revolutionszeiten kam das Bauwerk weitgehend unbeschadet, und bereits 50 Jahre nach Revolutionsende etablierte sich wieder klösterliches Leben, als 1858 sich eine kleine Gruppe von Mönchen des Zisterzienserordens aus Sénanque, einer Abtei in der Nähe der Gemeinde Gordes im Département Vaucluse, wieder in Fontfroide niederliess. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam dann das Aus für das klösterliche Leben in Fontfroide. Die noch verbliebenen Mönche flohen nach Spanien.
Im Anschluss bis 1908 standen die Gebäude einige Jahre leer. Danach wurde Fontfroide durch eine Gruppe von Kunstfreunden ersteigert und blieb so bis heute erhalten. Nach aufwendigen Renovierungen ist die ehemalige Abtei Fontfroide ein interessantes Zeugnis der Baukunst des Mittelalters.

Das heutige Erscheinungsbild zeigt unter anderem wertvolle farbige Kirchenfenster, kunstvolle Schmiedearbeiten entlang der Fassaden, Statuen und Reliefarbeiten an vielen Mauern und eine grosse Gartenanlage.

1990 wurde ein Rosengarten angelegt. Der Besucher findet eine angenehme Gastronomie und umfangreiche Erklärungen zur Entstehung und zur bewegten Geschichte der Kosteranlage im historischen Kontext.

Entlang des Weges, der zu den Gärten der Anlage führt, reihen sich zahlreiche Hochbeete mit Kräutern. Anhand der Beschilderung lassen sich Düfte und Aussehen der Pflanzen erfahren.Da viele dieser Kräuter ganzjährig wachsen, ist ein Besuch auch ausserhalb der Saison interessant, wenngleich sich ein Besuch der Abbaye de Fontfroide eher im Sommer empfiehlt.

Die ehemalige Bergerie von Fontfroide, deren Ursprünge aus dem 13. Jh. stammen, wurde 1997 restauriert. Im Klosterladen und in der Buchhandlung finden Besucher eine grosse Auswahl an Büchern, Postkarten und eigenen Produkten des Klosters wie Honig und Kräuter. In der ehemaligen Kellerei reicht man den Corbières Blanc, den Corbières Rouge, bzw. Rosé von St. Julien de Séptieme, aus dem Anbaugebiet der ältesten Grangie Fontfroides des Klosters Fontfroide zur Verkostung.  In der Bergerie befindet sich auch das Restaurant La Table de Fontfroide.
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