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Heute
zeigt sich die frühere Zugehörigkeit zu diesem
historischen Gebiet noch in Form unterschiedlicher Sprachfärbung.
Der romanisch geprägte Teil Südfrankreichs, Occitània,
zeigt hierbei selbst innehalb heutiger Départements
unterscheidbare Dialekte.
Die Bezeichnung "langue d'oc" ist auf "Sprache Okzitaniens" zurückzuführen,
die dem Katalanischen nähersteht als dem Französischen. |
So
manches südfranzösische Auto trägt stolz
den Occitània-Aufkleber, wobei deren Besitzer es
mit der tatsächlich gerechtfertigten Zuordnung ihres
Wohnortes nicht unbedingt so genau nehmen. Vielmehr bringen
sie damit eine gewisse Sympathie für eher diffuses
Unabhängigkeitsbestreben zum Ausdruck. Dieses ist
nicht unbedingt politisch territorial gemeint, es ist wohl
das einende Lebensgefühl, einer historischen Region
anzugehören, die zwar nie eine politische Einheit
bildete, aber durch Sprache und Geschichte eine kulturelle
Einheit verkörpert. |
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Der
Urlauber merkt bei seinem Weg in den Süden spätestens
dann, dass er angekommen ist, wenn bereits bei einer Kaffeebestellung
oder der Frage nach dem obligatorischen Baquette in einer,
dem Französischen nicht unähnlichen, aber dennoch
ungewohnten Aussprache geantwortet wird. Aber an diese
stark und eigen akzentuierte Sprache gewöhnt man sich
recht schnell. Sie ist ein einprägsamer Teil Südfranzösischer
Lebensart, hört sich manchmal ein wenig ruppig an,
ist aber keinesfalls so gemeint. |